Mind Body Medizin – ein 360 Grad Blickwinkel auf den Patienten

Schulmedizin und Naturheilkunde stehen oft scheinbar unvereinbar nebeneinander. Die Mind-Body-Medizin schafft hier eine Verbindung.

Leider muss ich immer mehr feststellen, dass sich viele Patienten über den unruhigen Lauf der heutigen Zeit viel zu viele Gedanken machen. Diese, meist negativen Gedanken, werden dann noch von Existenzängsten befeuert. Klar, alles an Lebenshaltungskosten steigt und der Coronaherbst steht in den Startlöchern. Aber wer kann diese Entwicklung denn wirklich aufhalten? Der Patient nun nicht.

Daher meine Empfehlung: das Kopfkino abschalten. Lass es geschehen, Du kannst es nicht abänder und lebe jetzt und lass dich nicht durch soziale Netzwerke oder andere Meinungsmacher manipulieren. So könnte ein Weg aus sehen, negatives in positives umzusetzen.

Ein Beispiel aus unserem Praxisalltag: Hygiene – Massnahmen wie das Waschen und desinfizieren der Hände, die ja stark mit einer drohenden Infizierung verknüpft sind, könnten in positive Gedanken gewandelt werden, in dem wir den Gedanken: „ich schütze mich“ in Spiel bringen.

Was die Kraft der Gedanken schaffen kann und wie ich Dir helfen kann Dein täglichen Stresslevel zu reduzieren schreibe ich Dir hier:

Das Mind Body Konzept: bereits in den 1960er-Jahren hat der Arzt Herbert Benson diesen Grundgedanken in Harvard entwickelt. Im Prinzip ist die Mind Body Medizin ein einfach zu erlernendes Konzept mit der Absicht, dass Körper und Psyche mehr zusammen gebracht werden, um die Eigenverantwortung zu fördern.

Der Kern ist die persönliche Überzeugung, selbst schwierige Aufgaben, Herausforderungen oder Probleme durch eigenes Handeln wirksam zu bewältigen. Einfach darauf zu vertrauen, eine Handlung erfolgreich ausführen zu können.

Dadurch lässt sich in einer schwierigen Situation einfacher eine Lösung finden. Gemünzt auf das Ziel, Deine Krankheitssymptome zu reduzieren, heisst es: Dich in die Eigenverantwort bringen. Also alles tun, was selber getan werden kann.

Für wen ist das Mind Body Konzept
Krebspatienten bilden bei mir die grösste Gruppe. Die ärztliche Krebstherapie führt viele Patienten dazu, mich nach zusätzlich unterstützende Massnahmen zu fragen. Einmal um die Nebenwirkungen zu reduzieren und langfristig die Lebensqualität zu verbessern und zu halten.

Die zweite große Gruppe sind Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, aber auch mit funktionellen Darmerkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom oder bei Stoffwechsel Defiziten wie den Hormonen, dem Brain Fog oder dem SIBO.

Die Kraft der Gedanken
Bereits das Erstgespräch mit den Patienten ist sehr wichtig. Ich begegne dem Patienten auf Augenhöhe, damit eine empathische Kommunikation negative Erwartungen nahezu ausschließt. Denn Ängste sind ein großes Thema. Der Patient kommt ja in meine Praxis weil er etwas zusätzlich, zum Beispiel zur Krebstherapie, machen will.

Dazu kommt das Krebspatienten oft an Schlafstörungen und daraus an Müdigkeit, dem Fatigue-Syndrom leiden. In dem Fall Ich spreche ich mehrere Behandlungswege durch und reiche diese wie einen Werkzeugkoffer an den Patienten weiter. Somit kann er sich das Beste aussuchen und andwenden. Allerdings: die Motivation für eine Verhaltensänderung soll da sein – im vernünftigen Rahmen. Extreme Diäten oder so etwas, wollen wir nicht – denn damit versaut mach sich halt nur den Tag 😉